Reise 2003
Reiseroute
Neu Suedwales, Victoria, Südaustralien, Westaustralien mit Eisenbahn, PKW, Houseboot und Hitop-Camper. Sydney - Adelaide mit Indian Pacific Railway über Broken Hill - Adelaide - Murry Bridge - Mit dem Hausboot auf dem Murry River - Mt. Compass - Victor Habour - Adelaide - mit der Indian Pacific Railway nach Perth über Cook und Kalgoorlie - Magret River - Perth
03. April 2003 bis 02. Mai 2003
Mit Auto, Schiff und Bahn von Ost nach West
Donnerstag, 3. April 2003
Flug mit Qantas von Frankfurt über Singapur nach Sydney.
Samstag, 5. April 2003
5.30 Uhr Ankunft in Sydney. Einreiseformalitäten gestalten sich problemlos. Hunde laufen zwischen dem Gepäck herum und unsere Koffer werden, wie bei der Ausreise in Frankfurt, nochmals durchleuchtet. Wir haben uns für die nächsten Tage ein Apartment gemietet. Bei der Buchung hatte ich wegen des sehr frühen check-in angefragt und die Auskunft erhalten, dass dies problemlos möglich sei. Mit dem Taxi zum Hotel, Schlüssel übernommen und das Zimmer bezogen. Es ist ein recht komfortables 1-Zimmer-Apartment mit voll ausgestatteter Kochecke (Kühlschrank, Herd, Wasserkocher, Mikrowelle) und einem kleinen Bad. Im Bad stehen Waschmaschine, Wäschetrockner, Bügelbrett und Bügeleisen)
Sonntag, 6. April 2003
Wir haben uns einen 3-Tage Sydney-Pass gekauft. Damit können wir alle Busse (einschl. Explorer), Bahnen und Fähren innerhalb der Stadt benutzen. Über der Sydney Oper kreisen Hubschrauber. Australien hat sich ja auch am Irak-Krieg beteiligt. Kriegsgegener hatten auf das Dach der Oper „no War“ geschrieben.
Da gab es auch noch große Diskussionen bezüglich der Sicherheit (wie waren die Täter auf das Dach gekommen?)
Montag, 7. April 2003
Heute sind die berühmten Strände angesagt. Wir fahren zum Manley-, Bronti- und Bondi-Beach.
Dienstag, 8. April 2003
Dieters Geburtstag. Wir fahren zum Circular Quay. Wir nutzen unseren Sydney-Pass aus und machen alle Hafenrundfahrten mit, die angeboten werden. Abends gehen wir essen.
Mittwoch, 9. April 2003
Heute geht es mit dem Indian Pacific weiter! Nach dem Frühstück fahren wir zur Central Station und geben unser Gepäck auf. Jetzt haben wir bis 13.30 Uhr Zeit, dann können wir in den Zug steigen. Unser Zug: 1 Lokomotive, 25 Wagen, Länge des Zuges: 500 Meter! Pünktlich sind wir wieder auf dem Bahnsteig und nach Kontrolle unserer Fahrkarten können wir einsteigen. Das Gepäck ist bereits im Abteil. Wir haben ein „Gold-Kangaroo“ – Abteil gebucht, d.h. wir haben ein eigenes Abteil mit Dusche und Toilette sowie Vollpension. Für die nächsten 26 Stunden wird das Abteil L9/10 unser Zuhause sein. Pünktlich 14.30 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung.
Von unser Zugbegleiterin werden wir begrüßt und in die Handhabung der Toilette und des Waschbeckens eingewiesen. Diese Gegenstände sind in einer Art Schrank eingebaut und müssen zuerst ausgeklappt werden. Nach Benutzung müssen sie wieder richtig eingerastet werden.
Da der Speisewagen nur 46 Plätze hat, muß in 2 Schichten gegessen werden. Wir melden uns für die 2. Sitzung an. Jetzt möchte sie noch wissen, ob wir morgens mit Kaffee oder Tee geweckt werden möchten. Mit dem Hinweis, dass später eine Informationsveranstaltung in der „Lounge“ stattfindet, läßt sie uns alleine.
Zur vorgesehenen Zeit gegen wir ins „Lounge Car“ wo schon eine Menge Leute versammelt sind. Bei einem Glas Sekt erfahren wir die wichtigsten Dinge über den Zug und den geplanten Reiseverlauf. Unter anderem heißt es: die Strecke ist etwas holprig, es ist als würde man in einer Waschmaschine schlafen. Dann folgt ein allgemeines Vorstellen. Jeder sagt seinen Namen, woher er kommt wohin er reist.
Von unseren Zugbegleitern werden wir gebeten, bei den Mahlzeiten unterschiedliche Plätze einzunehmen um immer mal andere Mitreisenden kennenzulernen. Jetzt ist es Zeit, die Plätze im „Queen Adelaide Restaurant“ einzunehmen. Bei einem dreigängigen Menue und einer Flasche Wein vergeht die Zeit wie im Fluge und es ist Zeit, in die bereits vorbereiteten Betten zu gehen. Normalerweise haben wir keine Probleme beim Schlafen, aber diese Nacht war nicht sehr erholsam, denn die am Vorabend ausgesprochene Beschreibung „schlafen wie in der Waschmaschine“ war ausgesprochen realistisch.
Donnerstag, 10. April 2003
Um 5.45 Uhr klopfte es an unserer Tür: Madam, Sir – your coffee! Mit dem Kaffee wird uns auch der tägliche „On Track“-Newsletter gebracht. Hier gibt es Informationen über an diesem Tag geplanten Aktivitäten sowie die an der Strecke liegenden Attraktionen. Heute kann bei einem Stopp Broken Hill besucht werden. Jetzt noch schnell unter die Dusche. Bei den hin- und her schlingernden Wagen ist das Duschen gar nicht so einfach. In der „Lounge“ gibt es Kekse und Früchte, damit wir nicht mit leerem Magen nach Broken Hill fahren müssen. Gegen 7 Uhr kommen wir in Broken Hill an. Wer wollte, konnte eine Tour buchen.
Unser Bus ist fast so alt wie der Busfahrer. Die Tour führt durch die Stadt und zum „Royal Flying Doctor Service“, wo extra wegen der Zugreisenden so früh geöffnet ist. Um 8.15 Uhr setzt der Zug seine Fahrt nach Adelaide fort. Nach Frühstück und Mittagessen läuft der Zug gegen 3.15 Uhr in Adelaide ein. Heute Nacht bleiben wir hier, unser Hotel haben wir bereits von Deutschland aus reserviert.
Freitag, 11. April 2003
Heute morgen übernehmen wir unseren Mietwagen, es ist ein Mazda 323 Bj. 1989, aber gut in Schuss. Den habe ich über das Internet bei einem lokalen Autovermieter gebucht (war sehr preiswert). Los geht es Richtung Murray Bridge. Unterwegs machen wir einen Abstecher nach Woodside und besuchen dort die Schokoladenfabrik. Wir decken uns schon mal für Ostern ein.
Nächster Stopp ist Hahndorf. Die Stadt wurde von deutschen Einwanderern gegründet und ist heute eine Touristenattraktion. Im Hahndorf - Inn hängt die weiß-blaue Fahne unter der Decke und es läuft Stimmungsmusik vom Band. Auf der Frühstückskarte steht z.B. Bratwurst on potato pancake (Sauerkraut, fried egg on rye toast with bratwurst and a potato pancake) - Guten Appetit!
Wir nehmen uns in der Bäckerei noch ein Brot mit, das einem deutschen Brot sehr nahe kommt. Jetzt wird es aber Zeit um 14.00 Uhr müssen wir in Murray Bridge sein um unser Hausboot zu übernehmen.
Als wir an der Marina ankommen sehen wir sie schon, die „Escape“. Die „Escape“ ist 12 Meter lang und 5,50 Meter breit und wird von einem 70 PS Außenbordmotor angetrieben.
Es gibt 2 Schlafzimmer, Küche, Bad und Wohn-/Eßzimmer, Sonnendeck, Badeplattform und natürlich ein Barbeque.
Wir verstauen unser Gepäck auf dem Schiff. Um 15.00 Uhr treffen sich alle auf dem größten Boot. Es gibt eine allgemeine Einweisung – z.B. auf welcher Flußseite wird gefahren (auf der rechten!!!), wo kann man anlegen, was tun, wenn man sich festgefahren hat, was ist sonst zu beachten. Danach ging jeder auf sein Boot zurück.
Ein Mitarbeiter unseres Bootsvermieters kam und erklärte die für das Boot wichtigen Handgriffe. Er zeigte uns auch, wie das Boot vertäut wird. Dann kam die praktische Prüfung: Hupen – rückwärts fahren – wenden – vorwärts fahren – anlegen – und das war es. Dieter bekam sein Kapitänspatent ausgestellt. Unser Einweiser hatte uns neben der Anlegestelle anlegen lassen. Das war an einer eingezäunten Wiese. Nach unserem Hinweis, daß wir noch einkaufen wollen, sagte er uns, wir sollen einen Pfosten vom Zaun raus ziehen, dann wären wir ja wieder auf dem Jachtgelände.
Fisch aus dem Wasser. Unser heutiges Ziel ist Mannum. Beim anlegen gibt es keine Probleme. Die Leute vom Nachbarboot vertäuen unsere Escape. Wir machen einen Stadtbummel, trinken in der Kneipe ein Bier und dann zurück aufs Boot.
Samstag, 12. April 2003
Los geht es. Mit gemütlichen 8 Kilometer/Stunde zieht die Landschaft an uns vorüber. Wir fahren flußaufwärts Richtung Mannum. Der Fluß ist breit und die Begegnung mit anderen Booten kein Problem.
Wir suchen einen Platz zum anlegen. Jetzt ist Teamwork angesagt. Dieter drückt das Boot mit dem Bug gegen das Ufer, die Laufplanke wird ausgelegt und ich bin für das vertäuen zuständig. Das Schiff wird mit vier Leinen an Bäumen, Pfählen befestigt.
Sonntag, 13. April 2003
Heute Nacht hat der Wind nachgelassen und wir sitzen leicht im Uferschlamm fest. Jetzt ist Hin- und Hermanövrieren angesagt um wieder frei zu kommen. Nach einigen Versuchen löst sich das Boot und wir können weiterfahren. Wir haben viel Zeit die Landschaft zu betrachten, die roten Felsen spiegeln sich im Wasser, ab und zu springt ein Fisch aus dem Wasser. Unser heutiges Ziel ist Mannum. Beim anlegen gibt es keine Probleme. Die Leute vom Nachbarboot vertäuen unsere Escape. Wir machen einen Stadtbummel, trinken in der Kneipe ein Bier und dann zurück aufs Boot.
Montag, 14. April 2003
In Mannum gibt es eine Autofähre über den Murray. Damit wir die Fähre mit unserem Hausboot passieren können, müssen erst die Fahrdrähte abgesenkt werden. 200 Meter vor der Fähre muss gehupt werden und bei 100 Meter ein zweites mal. Wenn die Drähte abgesenkt sind, blinken an der Fähre grüne Lichter und man kann passieren.
Heute ist es sehr windig und unser schwerer Kahn, wir haben 750 Liter Sprit und ebensoviel Wasser an Bord, hat schwer gegen den Wind zu kämpfen.
Der Murray River hat keine Strömung, d.h. wenn ich 3 Tage in die eine Richtung fahre, brauche ich auch wieder 3 Tage zurück. Allerdings hat der Wind eine ähnliche Wirkung wie eine starke Strömung. Beim anlegen werden wir vom Wind gegen das Ufer gedrückt.
Schlamm zu befreien, aber es bewegt sich keinen Millimeter! Jetzt heißt es warten und wir haben Glück, es fahren gleichzeitig 2 Schiffe vorbei. Das eine Flußaufwärts, das andere abwärts. Die Wellen helfen mit, unser Schiff wieder aus dem Schlamm zu befreien. So langsam müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen.
Dienstag, 15. April 2003
Heute Nacht ist der Wind abgeflaut, das Wasser ist zurückgegangen und wir sitzen mit unserem Boot im Schlamm fest. Dieter versucht mit allen Tricks, das Boot aus dem Schlamm zu befreien, aber es bewegt sich keinen Millimeter! Jetzt heißt es warten und wir haben Glück, es fahren gleichzeitig 2 Schiffe vorbei. Das eine Flußaufwärts, das andere abwärts. Die Wellen helfen mit, unser Schiff wieder aus dem Schlamm zu befreien. So langsam müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen.
Mittwoch, 16. April 2003
Wir genießen den letzten Tag auf dem Fluß. Die Ruhe, die vielen Vögel, die Landschaft, einfach alles. Heute legen wir unterhalb von Murray Bridge an. Wir müssen morgen um 10.00 Uhr unser Boot wieder abgeben. Den kurzen Weg schaffen wir problemlos.
Gründonnerstag, 17. April 2003
Langsam tuckern wir zurück nach Murray Bridge, laden unser Gepäck in den Mietwagen um, geben die Schlüssel vom Boot zurück. Wir fahren nach Mount Compass um Conny und Mark zu besuchen. Die hatte ich bei meiner Mietautosuche über das Internet kennengelernt. Als wir kamen, arbeitete Mark an der Ausbesserung eines Weges. Er lud uns erst mal zum Kaffee ein. Im Laufe des Gespräches machte Mark uns darauf aufmerksam, das an Ostern die geschäftigste Zeit ist und das wir wahrscheinlich Probleme bei der Zimmersuche haben würden. Seine Cabins waren ausgebucht, er stellte
Freitag, 18. April 2003
Heute steht Victor Harbour auf dem Plan. Mit der Pferdebahn fahren nach Granite Island und bestaunen dort die vielfältigen Felsformationen.
Mark hatte uns von einem Paar erzählt, das vor einem halben Jahr aus Deutschland gekommen ist und jetzt in der Nähe von Port Wilunga wohnt. Ob wir Lust hätten, die beiden zu besuchen, die würden sich über Besuch aus Deutschland freuen. Und schon hatte er einen Termin vereinbart.
Melitta und Bert erwarteten uns schon. Die Beiden erzählten von ihrem langen Weg, bis sie das „Permanent Resident Visa“ erhalten haben. Bereut haben sie die Auswanderung nicht. Bert geht zur Schule und lernt englisch, Melitta arbeitet und der Sohn hat auch schon Freunde gefunden.
Bevor sie ausgewandert sind, waren Melitta und Bert Teilnehmer des Düsseldorfer Stammtisches. Sie erzählten uns, das Marlies und Steffen vor kurzen bei Ihnen zu Besuch waren. Melitta rief Marlies an. Die war in Cooper Pedy. So telefonierten Frankfurter und Düsseldorfer Stammtischler in Australien miteinander!
Samstag, 19. April 2003
Wir verabschieden uns von Mark und Conny und fahren nach Adelaide um unser Auto abzugeben. Im Hotel Wäsche waschen, Koffer packen und noch ein wenig in der Stadt bummeln gehen.
Sonntag, 20. April 2003
Nach dem Frühstück fahren wir mit der Straßenbahn nach Glenelg und genießen das schöne Wetter. Um 17.00 Uhr sind wir am Keswick Terminal um den zweiten Teil unserer Zugfahrt anzutreten. Die Zugbegleiterin legt vor einem „Gold Kangaroo Wagen“ einen blauen Teppich hin und befestigt an der Zugtür eine blaue Fahne. Sofort fängt unser Nachbar auf dem Bahnsteig an zu lästern: Er habe auch die „Gold Kangaroo Klasse“ gebucht und er möchte auch einen blauen Teppich ausgerollt haben. Nach kurzer Zeit bekam er seinen blauen Teppich!
Uns wurde das Abteil L9/10 (das gleiche wie auf der Strecke Sydney - Adelaide) zugewiesen. Dann gab es die gleiche Prozedur wie auf der ersten Etappe: Einteilung der Essenszeit (wir wählen die spätere Variante = Sunrise Breakfast, Swagman’s Lunch, Moonlight Dinner), anschließend treffen mit den Mitreisenden im „Lounge Car“ und Abendessen.
Unser heutiger Tischnachbar ist Farmer. Er fährt mit dem Zug nach Perth, seine Katze kommt mit dem Flugzeug nach. Schließlich kann er der Katze so eine lange Zugfahrt nicht zumuten. Plötzlich stoppt unser Zug und fährt langsam rückwärts. Am Nachbartisch wird gleich wieder gelästert: wir werden entführt, es geht wieder zurück nach Adelaide. So weit zurück sind wir allerdings nicht gefahren. Irgendwann ging es wieder in die richtige Richtung.
Montag, 21. April 2003
Wecken mit Kaffee am Bett. Duschen und ab zum Frühstück. Heute sitzt ein Ehepaar aus Neuseeland an unserem Tisch. Nachher ist wieder treffen im „Lounge Car“ angesagt.
Beim Mittagessen haben wir ein älteres Ehepaar an unserem Tisch. Amerikaner aus Ohio. Sie war Lehrerin, er Theologie-Professor. Er erzählte uns, dass er 1954 in Heidelberg studiert habe. Die Recherchen für seine Doktorarbeit habe er von einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt gemacht. Auf meine Frage: Wo? Antwortete er: In Oberursel. So klein ist die Welt. Ich bin in Oberursel geboren und habe dort 20 Jahre gelebt.
Nächster Halt ist Cook (zurzeit 2 Einwohner). In Cook gibt es einen Golf Club, eine Schule, einen Swimmingpool, und natürlich einen Souvenirladen. Nachdem wir uns die Beine vertreten haben, geht es weiter.
Wir erreichen Kalgoorlie. Für Kalgoorlie wurden 2 Ausflüge angeboten: Stadtrundfahrt mit Besuch der „Superpit“ - Goldmine oder die Besichtigung eines Bordells. Zusammen mit 23 anderen haben wir die Langtrees – Bordell - Tour gebucht. Schon im Bus war die Stimmung gut und es wurde viel gelästert. Ob man die Kosten als Fortbildungsgebühr absetzen kann ?Die Gruppe wird von der Geschäftsführerin erwartet. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte des Hauses teilen wir uns in 2 Gruppen auf. Unsere Führung beginnt im „Holden Room“. Das Auto mit großem Bett anstatt Sitzen füllt fast den ganzen Raum aus. Auf die Frage: „Warum ein Auto“ bekamen wir von unser Begleitung die Antwort: Die meisten machen ihre ersten sexuellen Erfahrungen im Auto.
Wir wurden durch verschiedene Räume geführt. Unsere Begleitung zählte jedesmal, wenn wir den Raum gewechselt haben, die Leute durch. Natürlich wurde auch nach dem Grund gefragt. Sie erzählte, von dem peinlichsten, was ihr bei einer Führung passiert war. Sie öffnete eine Tür und ein Mann aus Ihrer Gruppe war dort sehr beschäftigt. Seine Frau befand sich in der Gruppe. Offensichtlich hatte sich der Mann gleich am Anfang unbemerkt entfernt. Das würde ihr nicht noch mal passieren, deshalb die Kontrolle.
Es gibt einen Raum, der mit Video, Spiegeln, Kameras ausgestattet ist und den jeder, wie ein Hotelzimmer mieten kann.
Es war auf jeden Fall ein sehr vergnüglicher Ausflug.
Dienstag, 22. April 2003
Geplante Ankunft in Perth ist 9.10 Uhr, deshalb soll es schon um 7.00 Uhr Frühstück geben.
Mitten in der Nacht sind wir aufgewacht und haben aus dem Fenster gesehen. Wir standen auf der Strecke. Da kurze Zeit später fuhr ein Güterzug vorbei fuhr interpretierten wir das als normalen Stopp auf der Strecke, also wieder ins Bett und weitergeschlafen.
Als wir morgens geweckt werden stehen wir wieder (oder immer noch ?).
Um 6.30 Uhr kommt die Durchsage: Guten Morgen, die Lokomotive hat einen Defekt und wir stehen seit 6 Stunden auf der Strecke. Eine Ersatzlokomotive ist unterwegs. Wenn Sie jemanden benachrichtigen möchten, dann wenden sie sich an den Zugbegleiter. Er wird die Nachrichten weitergeben. Wir haben unseren Campervermieter über die verspätete Ankunft informieren lassen. Hat super funktioniert. Überhaupt wurden die Passagiere gut informiert.
In dieser Nacht hatten wir übrigens sehr gut geschlafen!
Da sich die Ankunft in Perth verzögert, sind die Frühstückszeiten geändert worden. Sunrise Breakfast ist um 8.30 Uhr.
Das Personal hatte alle Hände voll zu tun. Es war ja nur Frühstück vorgesehen, jetzt mußte auch noch Mittagessen für 98 Passagiere gezaubert werden. Das wurde aber hervorragend gelöst.
Zum Thema Geschirr: Es gibt keine Geschirrspülmaschine an Bord, alles wird von Hand gespült. Wieviel dreckiges Geschirr da anfällt kann ja jeder nachrechnen: 98 Leute, 3-gängige Menues und das dreimal am Tag + Gläser, etc.
Nachdem die Lokomotive ausgewechselt war, wurde der Zug auf seinem Weg nach Perth bevorzugt abgefertigt, bzw. die Signale auf grün geschaltet. Wir kamen mit nur 5-stündiger Verspätung an.
In Perth wurden wir von Maxine und John erwartet. John hatte ich über das Internet kennengelernt. John hatte in einer Newsgroup nach einem günstigen Autovermieter in Adelaide gefragt. Da ich bezüglich dieses Themas kurz vorher recherchiert hatte, habe ich ihm meine Ergebnisse geschickt. Die beiden hatten angeboten, uns vom Bahnhof abzuholen und zum Autovermieter zu fahren. Als Erkennungszeichen hatte John geschrieben: „Haltet nach einem großen grauhaarigen Mann Ausschau, der ein Schild mit Dieter und Elvira hochhält“. Ob wir den wohl so einfach finden?
Bei der Einfahrt in den Bahnhof haben wir aufmerksam die Anwesenden gemustert. An einer Säule stand ein Paar. Das sind sie habe ich zu Dieter gesagt, obwohl die Beiden noch kein Schild in der Hand hatten. Und, es stimmte! Mit den beiden sind wir dann zu Camperworld gefahren und haben unseren Hitop-Camper übernommen. Maxine und John hatten uns zu sich nach Hause eingeladen. Wir bezogen für 1 Nacht das Gästezimmer. Am nächsten Morgen starteten wir Richtung Margret River.
Mittwoch, 23. April 2003
An der Küste entlang fahren wir über Fremantle, Rockingham, Mandurah in den Yalgorup National Park. Abends machen wir ein Lagerfeuer, um unser Abendessen zu kochen. Ich stelle die Pfanne, in der schon die Butter ist, auf den Tisch. Erst müssen die Kartoffeln fertig sein. Inzwischen ist es dunkel. Als ich die Pfanne holen will, sitzt ein Opposum auf dem Tisch und hat die Butter aus der Pfanne geleckt! Guten Appetit.
Donnerstag, 24. April 2003
Für die nächsten 2 Tage bleiben wir auf der Taunton Farm in der Nähe von Margret River. Von hier aus starten wir auch eine „Winetasting - Tour“. die auf 5 Weingüter führt.
Freitag, 25. April 2003
Besichtigung der Tropfsteinhöhlen bei Augusta
Samstag, 26. April 2003
Über Donnybrook fahren wir wieder Richtung Norden bis in die Kohlenstadt Collie. Die Nacht ist verdammt kalt, ziemlich nahe am Gefrierpunkt !
Sonntag, 27. April 2003 – Montag, 28. April 2003
Über Williams, Narrogine, Brookton geht es nach Beverly zu Inge und Micha auf die Schaffarm. Hier gibt es wieder viel neues zu erzählen. Abends kommen die Besitzer der Nachbarfarm und ein befreundeter Flieger zum Abendessen. Der Austausch in englischer(australischer) Sprache klappt hervorragend und man erfährt viel voneinander
Dienstag, 29. April 2003
Die letzten Tage verbringen wir in Perth, inzwischen schon eine sehr vertraute Stadt. Beim Shopping werden noch letzte Mitbringsel eingekauft.
Mittwoch, 30. April 2003
Heute ist Koffer packen und Auto sauber machen angesagt.
Donnerstag, 1. Mai
Wir geben am Vormittag unser Auto ab. Um 15.30 Uhr startet unser Flieger Richtung Frankfurt
Freitag, 2. Mai
5.30 Uhr Ankunft in Frankfurt












