Reise 2004/2005
Reiseroute
Von der Ostkueste zur Westkueste - Ueberfuehrung unseres Autos von Buff Point nach Beverley
Sydney - The Entrance - Buff-Point - Newcastle - Maitland - Singleton - Muswelbrook - Merriwa - Coolah - Dubbo - Cobar - Broken Hill - Port Augusta - Kimba - Ceduna - Nullabor - Kalgoorlie - Meredin - Beverley
Von der Ost- zur Westkueste
Die Ueberfuehrung unseres Autos 09.12.2004 - 08.01.2005
9. Dezember
Elvira hat noch bis 13.00 Uhr gearbeitet. Als sie nach Hause kommt haben wir noch die letzten Sachen eingepackt und sind dann ab zum Flughafen.
Um 20.20 Uhr soll der Flug JL 408 Japan Airlines von Frankfurt über Tokio nach Sydney starten. Die Maschine ist bis Tokio ausgebucht. Wir bekommen für die Strecke Frankfurt-Tokio die Plätze 46 D+E. Die nette Dame beim Check-In reserviert uns für die restlichen Strecken einen Platz in den hintersten Reihen (die 2er-Plätze). Wir sitzen bereits im Flugzeug, da kommt die Durchsage: Wir warten noch auf 14 Passagiere. So starten wir mit 1 Stunde Verspätung.
Der Flug war ruhig, der Service - wie von Japan-Airlines gewohnt - sehr gut. Wir hatten vorher Spezialmenu "Seafood" bestellt, was prima geklappt hat. Die Bestellung eines Spezialmenues hat den Vorteil, das man das Essen immer zuerst bekommt.
10. Dezember
Zwischenstopp in Tokio. 16.40 Uhr Ankunft. Um 20.30 Uhr geht es weiter mit JL 773 Japan Airlines nach Sydney. Die Vorreservierung hat prima geklappt. Wir haben die Plätze 65 A + B.
Die einstündige Verspätung begleitet uns weiter. Dieses Mal sind 3 Passagiere, die eingecheckt haben, nicht an Board erschienen. Deren Gepäck muß wieder ausgeladen werden.
Auf dieser Strecke ist die Maschine nicht ausgebucht und ich kann eine Mittelreihe zum schlafen nehmen. Nachts hatten einige Turbulenzen aber im Großen und Ganzen ist der Flug ruhig.
11. Dezember
Ankunft in Sydney gegen 8.00 Uhr. Um 9.00 Uhr sind wir durch die Immigration und stehen vor dem Schalter der Autovermietung. Hier erwartet uns eine nette Überraschung. Gebucht hatten wir die kleinste Kategorie Mitsubishi Mirage o.Ä. ohne Klima und manuelle Schaltung, bekommen haben wir eine größere Kategorie (KIA Optus, 6 Cyl mit Klimaautomatic und Automatic-Getriebe.
Wir fahren los Richtung Norden. Es ist sonnig und warm. Wir fahren bis Buff Point und suchen uns ein Motel, wo wir uns für 2 Nächte einbuchen.
Wir gehen ein paar Sachen einkaufen und rufen John – unseren Autoverkäufer – an. Der kam sofort zum Hotel und nahm uns mit zu sich nach Hause. Martha, seine Frau, war nicht zu Hause, die war zur Firmenweihnachtsfeier. Nachmittags gab es ein Gewitter mit heftigen Regenschauern.
Abends sind wir mit John und seinem Schwiegervater in den RSL-Club zum essen. Anschließend fährt John uns ins Hotel. Wir verabreden uns für den nächsten Tag. Jetzt erst mal schlafen.
12. Dezember
Es ist sonnig und warm. Erste Einkäufe für unser neues Auto: Stühle, Decken, Kopfkissen.
Nachmittags sind wir wieder bei John eingeladen. Nun lernen wir auch Martha kennen. Heute sehen wir unser Auto genauer an. Der erste Eindruck. Keinen schlechten Kauf gemacht.
Draußen braut sich wieder ein Gewitter zusammen. Es regnet wieder sehr heftig. Im Radio gibt es die erstem Meldungen von Überschwemmungen und abgeschnittenen Dörfern. So schnell wie das Gewitter gekommen ist, ist es auch wieder vorbei.
Abends gehen wir mit John und Familie zum Picknick und zu „Corals by Candlelight“ in den Park. Der Weihnachtsmann kommt mit dem Feuerwehrauto (John ist bei der Feuerwehr) angefahren. Das Programm wird von Schulen, Kindergärten, etc. gestaltet. Es werden Weihnachtslieder gesungen und das alles bei fast 30 Grad. John fährt uns wieder ins Hotel. Wir verabreden uns für Montag 9.00 Uhr.
13. Dezember
Da wir uns nur 2 Nächte im Motel eingebucht haben, checken wir aus. Wir lassen unseren Mietwagen auf dem Motel-Parkplatz stehen. Pünktlich um 9.00 Uhr holt John uns ab. Es ist schon ganz shcön warm.
Wir fahren nach Le Entrance. Dort wollen wir unser über Internet beantragtes Konto aktivieren. Nach der Eingabe unserer Daten hatten wir von der Bank eine Email mit einer „Referenznummer“ erhalten. Diese Email haben wir bei der Bank vorgelegt. Die nette Dame von der Bank hat im Computer nachgesehen und NICHTS gefunden. Nachdem sie noch mit einem Kollegen telefoniert hatte stand fest, es ist kein Kontoantrag von uns eingegangen.
Also alles noch einmal von vorne. Anne, so hieß die Frau von der Bank, machte uns darauf aufmerksam, dass sie bei der Kontoeröffnung einen Standardablauf einhalten muss und das die Eröffnung ca.1/2 Stunde dauern wird.
Dann holte sie ein dickes Heft und begann uns die Sicherheitsrichtlinien der Bank, vorzulesen. Jeden Punkt hakte sie ab. Zu guter Letzt müssen wir uns noch ausweisen um die geforderten 100 Punkte zu erhalten. Reisepass, Führerschein und Kreditkarte ergeben die nötigen Punkte.
Bis unsere Bankkarte kommt, damit wir Geld abheben und bezahlen können, dauert es allerdings 5 Tage. Da sind wir schon auf dem Weg Richtung Perth. Wir fragen, ob die Karte zu einer anderen Filiale geschickt werden kann und wir sie dort abholen können. Als das bejaht wird, vereinbaren wir, das die Bankkarte nach York/WA geschickt wird. Bis wir dort sind, müssten die Karten auch angekommen sein.
Bei der Eingabe für den Kartenversand unterläuft Anne offensichtlich bei Dieter ein Fehler, sie füllt nichts aus und da wird die Karte an die Heimatadresse geschickt. Das ist nach Deutschland natürlich nicht möglich. Leider lässt sich die Eingabe an diesem Tag nicht mehr berichtigen. Sie verspricht, es am nächsten Tag sofort zu tun und die Karten dann zusammen nach York zu schicken. So haben wir 2 Stunden auf der Bank verbracht!
Jetzt geht es weiter zur Zulassungsstelle. John hat bereits die entsprechenden Papiere vorbereitet. Wir brauchen die Übernahmeerklärung, Road Worthy Certificate (das ist so eine Art TÜV-Bescheinigung), Green Slip = 3rd party insurance.
Wir haben mit John vereinbart, das wir uns als die neuen Besitzer eintragen lassen, die Anschrift bleibt seine Adresse. Die Dame am Schalter meint, das es so viele Probleme mit Reisenden gibt. John muss ein Erklärung unterschreiben, das er uns jederzeit erreichen kann. Danach bereitet sie die Papiere vor.
Ausweisen müssen wir uns mit Reisepass, Führerschein, Kreditkarte. Sie fragt uns, ob wir irgendwas hätten was beweisen würde, das wir in Australien bekannt sind. Der Kontoeröffnungsantrag und unsere Qantas Frequent Flyer-Karte werden von ihr akzeptiert. Wir zahlen die fällige Stamp-Duty und das Auto gehört jetzt auch auf dem Papier uns! Das Ganze hat wieder 1 Stunde gedauert.
Wir wollen für das Auto noch eine Sachschäden-Versicherung abschließen. Also weiter zur Versicherung. John versucht, seine Versicherung auf uns überschreiben zu lassen. Er will uns seinen Rabatt überlassen. Das geht leider nicht, aber wir können einen neuen Vertrag abschließen. Nach ein paar Fragen, wie lange besitzen sie den Führerschein, sind sie die letzten 5 Jahre unfallfrei gefahren, füllt die nette Dame am Schalter den Vertrag aus und wir bekommen den gleichen Rabatt wie John eingeräumt. Das Ganze hat ein ¾ Stunde gedauert. Jetzt sind wir beim NRMA (wie ADAC) versichert und der Papierkram ist erledigt. Wir auch.
John lädt uns ein, bei ihnen zu wohnen. Als Dankeschön für Johns Hilfe gehen wir abends mit John und Martha essen.
14. Dezember
Nach einem ausgiebigen Frühstück starten Dieter und John zur Fahrzeugeinweisung und einer ersten Probefahrt. John berichtet nach Rückkehr, das Dieter einen Baum mitgenommen hat. Baum ist natürlich übertrieben, war nur ein Ast. Es ist schon Nachmittag, als wir endlich mit 2 Autos Richtung Newcastle starten. Dieter mit unserem Camper und ich mit dem Mietwagen hinterher.
John und Martha fällt der Abschied schon schwer. Die Beiden sind von 1994 bis 1996 mit dem Auto rund um Australien gefahren. Unser Eindruck ist, das sie das Auto zwar zum Kauf angeboten haben, aber hofften, keinen Käufer zu finden.
Wir wollen in der Nähe von Williamtown/Newcastle übernachten, da wir am Mittwoch bis 10.00 Uhr dort am Flughafen unseren Mietwagen zurückgeben müssen. Damit ist der Autokauf endlich abgeschlossen und wir können uns auf die Überführung des Autos nach Beverly (Perth) auf die Farm konzentrieren.
15. Dezember
Um 9.00 Uhr geben wir unseren Leihwagen am Flughafen ab. Jetzt geht es endgültig los. Es ist sonnig und warm. Heute geht es über Maitland, Singleton, Muswelbrook, Merriwa, Coolah bis Dubbo. Die zweite Nacht im Auto. Es ist erstaunlich wie angenehm die Temperatur im Auto ist.
16. Dezember
Wir frühstücken im Freien. Es ist bereits angenehm warm. Gemütlich fahren wir heute bis Cobar.
17. Dezember
Die Sonne scheint und es ist schon sehr warm. Auf unserem Weg nach Broken Hill machen wir einen Abstecher zur Mt. Grenfell Historic Site. Es ist die erste Fahrt unseres Autos auf einer unbefestigten Straße. Auf der Hinfahrt sind alle Querrinnen und Löcher ausgeschildert, auf der Rückfahrt nicht mehr. Die Rückfahrt geht immer schneller wie die Hinfahrt und wir sind schneller an einer tiefen Querrinne angekommen. Als wir die Querrille sehen, ist es schon zu spät und wir fahren mit ca. 60 km/h rein. Es ist unglaublich, aber ca. 6 Tonnen Stahl können fliegen, landen aber etwas unsanft. In der Fahrerkabine ist alles durch die Luft geflogen, die Decke war plötzlich auch sehr niedrig. „So ein Sch... war der erste Gedanke. Jetzt ist unser Auto kaputt“. Wir haben einen tüchtigen Schrecken bekommen. Eine erste Inspektion des Autos: Kein Schaden festzustellen. Wir fahren weiter Richtung Broken Hill.
Vor Broken Hill wird ein “Fruit-Fly-Inspection-Point“ angekündigt. Es wird darauf hingewiesen, das alles Obst und Gemüse vorher vernichtet werden muss, ansonsten mindestens 200 $ Strafe. Wir verfüttern unser frisches Obst und Gemüse unterwegs an Schafe und Ziegen. Das ärgerliche: Der Inspektionspunkt war nicht besetzt.
18. Dezember.
Es ist schon wieder sehr warm. Heute ist ausruhen angesagt. Frühstücken, bummeln gehen und den Rest des Tages am Pool verbringen.
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19. Dezember
Es ist sonnig und warm. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir nach Broken Hill in die Touristen-Info. Gegen Hinterlegung von 10 € bekommen wir einen Schlüssel.
Der öffnet das Tor zu den
20. Dezember 2004
Wieder dieses walkende Geräusch!
Also zuerst zum Reifenhändler und den Reifen wechseln lassen. Der hat unser Fabrikat nicht vorrätig. Seiner Meinung nachist dieser Reifen für die Vorderachse nicht so geeignet. Er macht uns ein gutes Angebot für 2 neue Reifen. Wir bitten ihn, den defekten Reifen und unser Reserverad zu ersetzen. Das linke Vorderrad nehmen wir als neuen Ersatzreifen.
Da er noch Kundschaft hat, fragt er uns, ob wir noch was zu erledigen hätten. Wir sollen so um 11 Uhr wiederkommen. Zur vereinbarten Zeit sind wir wieder zurück.
Der Austausch des Vorderreifen geht problemlos. Anders sieht es mit unserem Reserverad aus. Der Reifen wurde lange nicht benutzt. Die Demontage des Felgenringes ist nicht so einfach und der Ring wird etwas verbogen, außerdem ist er auch etwas angerostet.
Bevor der neue Reifen aufgezogen wird, wird erst mal die Felge gereinigt und der Rost entfernt. Reifen und Schlauch aufgezogen und aufgepumpt. Plötzlich ein Knall und der neue Reifen ist geplatzt!
Jetzt stehen alle erst mal ratlos rum. Keiner versteht, wieso der Reifen geplatzt ist. Der Schlauch ist sternenförmig kaputt, die Decke sieht wie aufgeschnitten aus. Das Ganze noch mal von vorne – neuen Reifen, neuen Schlauch und das Ganze wieder montieren. Der Felgenring sitzt nicht richtig und der Monteur fährt mit dem Ring weg um ihn richten zu lassen. Nach Rückkehr erneuter Versuch. Jetzt passt der Ring. Dieses Mal wird der Reifen im Käfig aufgepumpt – er hält. Wir zahlen 380 AUS$ für die Montage von 2 neuen Reifen und Schläuchen.
Jetzt ist es schon 14.00 Uhr, heute kommen wir nicht weit. Wir fahren bis Kimba.
Zum Abschluss noch ein kühles Bier im Hotel. Der Weg zum Hotel hat sich gelohnt. Es ist ein sehr schönes Hotel und es hat eine nett eingerichtete Bar und Nebenräume.
21. Dezember
Fahrt von Kimba bis Ceduna. Es ist sonnig und sehr warm. Unsere Klimaanlage – das Sonnendach über der Fahrerkabine – arbeitet einwandfrei. Es ist eine angenehme Temperatur in der Kabine.
22. Dezember
Die Sonne scheint und es ist heiß. Beim Frühstück meint Dieter: was ist den das? Sein Ohrläppchen blutet und es hört überhaupt nicht auf. Mindestens 5 Minuten dauert es, bis die Blutung aufhört. Man sieht nur ein kleines rundes Loch. Wir vermuten, das es ein Insektenstich ist.
Heute sind die Bunda Cliffs unser Ziel. Unterwegs zieht ein Gewitter auf. Unser Tank ist leer und zum ersten Mal füllen wir Diesel aus unserem Zusatztank um. Da braucht man vor allem eins: Geduld. Durch den dünnen Schlauch und das geringen Gefälle geht das alles sehr langsam. Es dauert 3 Stunden, bis der Tank wieder voll ist. Das ist etwas, was wir ändern lassen. Es wird eine Pumpe eingebaut! Wir übernachten auf dem Parkplatz an den Cliffs. Es ist weht ein starker Wind und es ist kühl geworden. Wir holen unsere Jacken raus. Der Wind bläst die Flamme unseres Kochers immer wieder aus. Also verlegen wir das kochen heute ins Fahrzeug.
23.Dezember
Es war eine sehr stürmische Nacht. Es ist kühl und wir frühstücken im Auto. Auf der Weiterfahrt steuern wir verschiedene ausgeschilderte Fotopunkte an.
Wir überholen einen Radfahrer und halten an. Es ist ein 72 jähriger Österreicher, der von Adelaide nach Perth unterwegs ist. Er erzählt, das es Landwirt sei und Zeit seines Lebens körperlich gearbeitet hat. Seit er pensioniert ist, habe er soviel zugenommen. Er müsse unbedingt abnehmen und da sei Fahrradfahren das Beste. Tägliche Fahrstrecke 80 – 100 Kilometer. Es sei seine dritte Tour durch Australien.
Wir übernachten am Cocklebiddy Roadhouse. Beim Kaffeetrinken stellen wir fest, das der Tankdeckel von unserem Zusatztank fehlt. Gestern beim umfüllen den Deckel entweder gar nicht oder nicht richtig befestigt. Jetzt heißt es, wir basteln ein Provisorium. Mit einem Kunststoffdeckel und einer Gepäckspinne verschließen wir den Tank und hoffen, das es hält.
24. Dezember(Christmas Eve)
Es ist noch etwas kühl heute morgen, allerdings wird es laut Wetterbericht heute über 30 Grad. Wir kommen gut voran und beschließen, bis Kalgoorlie zu fahren und dort 2 Tage zu bleiben. Damit wir auch merken, das Heiligabend ist, zünden wir beim Abendessen eine Kerze an.
25. Dezember (Christmas)
8.00 Uhr. Mit Blaulicht und Sirene kommt ein Feuerwehrauto auf den Campingplatz. Beim Nachbarn steigt Santa Claus aus dem Auto und ein kleines Mädchen bekommt ein Geschenk. Dann fährt Santa Claus weiter. Es sind noch mehr Kinder auf dem Campingplatz, aber nur dieses Mädchen bekommt ein Geschenk. Wir gehen davon aus, das man den Weihnachtsmann bestellen kann.
Laut Wetterbericht soll es sehr heiß werden und Gewitter geben. Der Wetterbericht hat recht, es ist 10 Uhr und das Gewitter ist da. Es gibt einen geruhsamen Tag mit lesen, Pool, etc. Abends kommt unser Nachbar rüber. Es ist ein deutsches Ehepaar aus Leverkusen.
26. Dezember(Boxing Day)
Dunkle Wolken ziehen über Kalgoorlie, es regnet aber nicht.Es ist sehr heiß, im Auto haben wir 40 Grad. Auf unserer Fahrt nach Merredin sehen wir große Pfützen am Rand. Hier hat es offensichtlich geregnet. Auf dem Campingplatz werden wir von einem Papagei mit „Hello“ begrüßt. Der gehört den Eigentümern und ist handzahm. Für Geräuschempfindliche ist der Campingplatz nicht geeignet. Die Straße und die Eisenbahnlinie sind direkt nebenan.
27. Dezember
Es ist windig, deshalb frühstücken wir im Auto. Heute wollen wir zuerst nach York und auf der Bank nachfragen, ob unsere Bankkarten inzwischen angekommen sind. An der Bank steht ein Schild: Public Holidays. In Australien wird jeder Feiertag, der an einem Samstag oder Sonntag ist, auf den nächsten Wochentag gelegt. Weihnachtsfeiertage Samstag und Sonntag, public holidays Montag und Dienstag. Banköffnung erst wieder am 29. Dezember. Bringt unsere Planung etwas durcheinander. Wir nehmen noch ein Stück Kuchen mit und fahren weiter zu Inge und Micha nach Beverly. Dort erfahren wir auch zum ersten Mal vom Erdbeben und der Riesenwelle. Im Fernsehen werden die ersten Videoaufnahmen gezeigt und ständig erhöht sich die Zahl der Toten.
28. Dezember
Nach dem Frühstück fangen wir mit den ersten Arbeiten im Auto an. Zuerst räumen wir alle Schubladen und Schränke aus. Die Matratze wird vom Bett genommen, alles wird ausgemessen. Jetzt ist die Gelegenheit um auch in den äußersten Ecken sauber zu machen. Wir überlegen, wie wir die Schränke streichen, welchen Bodenbelag wir nehmen, wie die Befestigung des Schrankes und die Fixierung der Schubladen aussehen soll. Welche Zusatzteile wir noch kaufen müssen, welche Veränderungen wir noch am Auto machen lassen. Damit ist der Tag ausgefüllt.
29. Dezember
Auf dem Weg nach York fahren wir beim Schlosser in Beverly vorbei. Wir wollen an unserem Camper einige Änderungen machen lassen. Der Schlosser hat die Feiertage genutzt um Urlaub zu machen, also fahren wir weiter. In York führt unser erster Weg zur Bank. Es ist eine kleine Filiale, die mit 3 Leuten – davon 1 Lehrling, besetzt ist. Meine Bankkarte ist inzwischen eingetroffen, Dieters ist „one the way“, was immer das auch heißt. Bis Ende der Woche soll Dieters Karte aber eintreffen. Wir lösen unsere restlichen Traveller-Schecks ein. Das darf der Lehrling machen. Ist die erste Scheckeinlösung, die die junge Frau macht. Sie fragt uns, wie das normalerweise gehandhabt wird. Kommt ein Stempel auf die Rückseite, wird die Passnummer vermerkt?
30. Dezember
Wir wollen nicht immer mit dem großen Auto nach Perth fahren. Deshalb beschließen wir uns für die restliche Zeit einen Mietwagen zu nehmen. Bevor wir losfahren rufen wir noch Nicole und Carsten an. Die Beiden sind am zusammenpacken und wollen noch verschiedene Autohändler abfahren und sehen, wer am meisten für ihr Auto bietet.
Wir vereinbaren, das wir uns telefonisch melden, wenn wir in Perth fertig sind.
Inge und Micha hatten uns angeboten, das wir Nicole und Carsten auf die Farm einladen können.
Richtung Perth und es begann die große Rundfahrt zu den Autovermietern. Bei allen großen und auch lokalen Autovermietungen war kein Auto mehr verfügbar. Bei Avis am Flughafen war noch eins verfügbar, allerdings sollte das Auto über 1000 AUS$ kosten. Das war uns doch zu viel. Wir beschließen, bis ins neue Jahr zu warten und es dann noch mal zu versuchen. Vom Flughafen aus rufen wir bei Nicole an. Die Beiden sind am Eastgate Center und warten dort auf uns. Als wir uns dem Einkaufszentrum nähern, stehen die Beiden schon winkend auf dem Parkplatz. Nach der ersten Begrüßung setzen wir uns ins SUBWAY und erzählen wie es uns ergangen ist.
Da die Beiden an diesen Abend noch nichts vor haben, laden wir sie ein, mit uns auf die Farm zu fahren. Unterwegs kaufen wir noch für das abendliche BBQ ein.
Carsten und Nicole fangen an, ihr Auto auszuräumen und alles zu sortieren. Mitnehmen, wegwerfen, im Auto lassen. Es sammelt sich doch einiges an. Da wir ja den größten Teil unseres Kofferinhaltes in Australien lassen, bieten wir an, einen Teil mit nach Hause zu nehmen. Nicole bringt uns Reiseführer und Bücher vorbei. Aus dem Bestand schenkt Nicole uns noch einen großen Esky und eine Stapelbox. Gemeinsam machen wir uns daran, das Abendessen vorzubereiten. Auf der Terrasse steigt dann das große Barbeque.
31.Dezember
Nicole und Carsten wollen heute wieder nach Perth fahren. Dort haben sie für die Tage vor ihrem Heimflug ein Hotelzimmer gebucht. Außerdem ist heute die Übergabe des Autos geplant. Micha sucht noch die Adresse eines anderen Autohändlers raus. Auf dem Weg wollen Nicole und Carsten dort vorbei fahren und das Auto anbieten. Bevor die Beiden losfahren gibt es noch ein Gruppenfoto im Garten.
Dieter ruft bei der Bayswater-Autovermietung an. Dort ist ein Auto verfügbar. Wir vereinbaren, das wir es heute abholen.
Mit unserer Einkaufsliste machen wir uns auf den Weg nach Perth. Erster Halt bei einem Campingausrüster. Wir brauchen für unsere „Engel-Fridge“ noch einen Federstand. Leider ist keiner am Lager. Er wird aber bestellt und soll am Dienstag (Montag ist ja wieder Feiertag) eintreffen.
Weiter geht’s zur Autovermietung und Übernahme des Autos. Wir lassen unser großes Auto hier stehen und fahren mit dem „Kleinen“ weiter. Wir brauchen noch einen Bodenbelag. Durch verschiedene Geschäfte, aber das was wir suchen ist nicht dabei. Wir kaufen allerdings weitere Küchenutensilien und Kleinigkeiten ein. Jetzt sind wir schon richtig gut ausgestattet! Da heute Silvester ist, schließen die Geschäfte um 16.00 Uhr. Wir machen uns wieder auf den Weg zur Autovermietung. Mit zwei Autos starten wir Richtung Beverly.
Nach dem Abendessen sitzen wir gemütlich auf der Terrasse. Micha geht gegen 22.00 Uhr ins Bett. Dieter schläft auch eine Runde. Bei einer Flasche Wein reden Inge und ich, bis es Mitternacht ist. Inzwischen ist Dieter auch wieder aufgewacht. Wir stoßen auf das neue Jahr an und gehen bald ins Bett.
1.Januar ( Neujahr)
Inge geht es heute gar nicht gut. Wir frühstücken und dann starten wir mit den Verschönerungsarbeiten an unserem Auto. Die Möbel werden angeschliffen und der erste Anstrich erfolgt.
2. Januar
Heute sind noch „public holidays“. In Australien wird, wenn ein Feiertag auf Samstag oder Sonntag fällt, dieser am Montag nachgeholt. Wir fahren nach Perth und gehen bei dem schönen Wetter bummeln.
3. Januar
Wir sind noch auf der Suche nach einem Bodenbelag für unseren Camper. Nach dem Frühstück fahren wir los Richtung Perth. Unterwegs holen wir noch unseren bestellten Federstand für den Kühlschrank ab. Das hat zumindest problemlos geklappt. Wir klappern einige Baumärkte nach Bodenbelag ab. Abends gibt es ein typisch deutsches Essen: Kartoffelpuffer.
4. Januar
Wollen mal sehen, ob Dieters Bankkarte inzwischen in der Filiale in York eingetroffen ist. Wir betreten die Bank und die Angestellte fragt gleich bei der Kollegin nach: „Ist die Karte für Mr. Wolff schon eingetroffen?“ Ist sie nicht! Ist immer noch „on the way“ und soll endgültig am Donnerstag eintreffen. Da sind wir schon wieder zurück auf dem Weg nach Deutschland. Wir vereinbaren, das die Karte bis zu unserer Rückkehr im Juli in der Bankfiliale verwahrt werden soll. Ich bin mal gespannt, ob das klappt.
Weiter geht es zu Maxine und John. Wir treffen uns zum Kaffe und, wie in Australien üblich, zum BBQ. Die beiden haben wir 2003 über das Internet kennen gelernt. Ich hatte für unsere Reise einen günstigen Autovermieter in Adelaide gesucht. 2 Wochen später wurde die Anfrage noch mal gestellt und ich habe meine Recherchen zur Verfügung gestellt. Das war der erste Kontakt mit Maxine und John.
5. Januar
Verabschiedung von Inge und Micha. Die Beiden machen 2 Tage Urlaub in Cotteloe. Wir verabreden uns um 18.00 Uhr dort zum Essen. Gegen 20.00 Uhr machen wir uns auf den Weg um unser Auto zurückzubringen. Mit einem Taxi fahren wir dann zum Flughafen. Wir fliegen mit dem „Midnight-Horror“ (so nennen die Australier den Mitternachtflug) nach Sydney. Wir haben das erste Mal ein elektronisches Ticket. Mit der ausgedruckten Emailbestätigung direkt zum Check-In und wir erhalten unsere Bordkarten. Der Flug ist ausgebucht.
6. Januar
6.30 Uhr Ankunft und Fahrt ins Hotel. Leider ist unser Zimmer noch nicht verfügbar. Wir stellen die Koffer ab, frühstücken und fahren dann mit dem Zug in die Stadt. Wir bummeln am Circular Quay und rufen Barbara an. Verabreden für 20.00 Uhr Treffen am Circular Quay. Sie kommt mit der Fähre von Paramatta. Mit dem Zug wieder zurück zum Hotel. Jetzt können wir unser Zimmer beziehen. Da die Nacht im Flieger sehr kurz war, legen wir uns noch mal hin und schlafen eine Runde. Ich packe eine Tasche für die Übernachtung in Tokio. Das restliche Gepäck werden wir gleich bis Frankfurt aufgeben.
Wir fahren wieder mit dem Zug in die Stadt und treffen Barbara am verabredeten Treffpunkt. Gehen in ein Lokal in „The Rocks“. Das Lokal hat eine Dachterrasse mit einem schönen Blick auf die Sydney Oper.
7. Januar
Flug Sydney – Tokio mit Japan Airlines. Verlief problemlos. Nach Ankunft in Tokio mit dem Shuttle-Bus zum Hotel gefahren. Unser Zimmer bezogen und wieder nach unten gefahren um im Restaurant was zu essen. Obwohl das Lokal halb leer war, wurden wir in eine Liste eingetragen und mussten ca. 20 Minuten warten. Dann wurden wir aufgerufen und zu einem Tisch gebracht. Diese Prozedur wurde bei allen gemacht, keine Ahnung warum.
8. Januar
Vor dem Frühstück zum Check-In-Schalter im Hotel. Hier wurde gleich darauf hingewiesen, das sich der Start um eine halbe Stunde verzögert. Jetzt konnten wir uns beim Frühstück noch mehr Zeit lassen. Gegen 10.30 Uhr mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen. Hier haben wir uns die Zeit bis zum geplanten Abflug mit Bummeln vertrieben. Der geplante Abflug verzögerte sich um eine Stunde. Damit verschob sich natürlich unsere geplante Ankunft von 17.40 Uhr auf 18.40 Uhr.
Wir wurden von unserem Sohn und Freundin am Flughafen erwartet. Nach Hause gefahren, kurz miteinander geredet, umgezogen und dann zum 1. Australien-Stammtisch im neuen Jahr und am neuen Treffpunkt.
Hier wartete die nächste Überraschung auf uns: So viele Teilnehmer ( ~60 )hatten wir noch nie im Januar!
Nachtrag zur Autovermietung in Perth:
Wir hatten das Auto mit einer Selbstbeteiligung von 200 AUD$ gemietet. Die 200 AUS$ wurden sofort unserer Kreditkarte belastet. Als 4 Wochen nach Urlaubsende die Kaution noch nicht zurück gezahlt war, habe ich bei der Autovermietung nachgefragt wo das Geld bleibt. Eine Woche später erhielten wir einen Umschlag, in dem ein Foto von einem Kratzer auf einer Fahrertür, unser Mietvertrag sowie eine Kostenaufstellung für die Reparatur der Tür war. Kein Brief, nichts sonst. Klar, habe ich sofort einen Brief zurück geschrieben und mich über diese Geschäftsgebaren und das dass nicht sehr Kundenfreundlich wäre, beschwert. Wir haben das unbeschädigte Auto außerhalb der Geschäftszeiten, wie vereinbart, auf dem öffentlich zugänglichen Parkplatz abgestellt. Leider können wir das nicht beweisen. Somit können wir unsere 200 AUS$ abschreiben

















